Balvenie

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Montag, 24. März 2014

Butera - Royal Vintage - Golden Cake

Oh ja, lang fermentierte, gereifte Virginias... genau das ist es, was der Virginia-Liebhaber, der Freund der naturnahen Tabake liebt und stets sucht. Da wird man in den USA zwangsläufig fündig. Als ich zum ersten Mal Buteras „King Fisher“ geraucht habe, da wusste ich noch gar nicht, dass hinter dem Namen Butera mal wieder McClelland steht. Das merkt man spätestens, wenn beim Öffnen der Dose ein Ketchup- und Säureduft in die Nase steigt. Es macht aber auch keinen Sinn, dauerhaft darüber nachzudenken, um was für ein Aroma es sich dabei handelt. Es ist schlicht kein Aroma, sondern wohl die Art und Weise, wie die Amerikaner ihre Tabake in den Dosen länger haltbar machen. Und McClelland packt von diesem Haltbarkeitszeug ungeahnte Mengen rein.


Spaßig wird es also erst dann, wenn der Tabak gelüftet wurde und die Nase freien Zugang zum Tabak bekommt. Unter dem Pseudonym „Royal Vintage“ hält Butera eine ganze Palette an reifen Virginias bereit. „Golden Cake“ heißt dieses Exemplar hier. Ein Broken Flake, mittel- bis dunkelbraun, ein Augenschmaus. Auffällig ist allerdings, dass die Flakestückchen sehr dick sind. Das kann zu Frust führen. Denn ist die Pfeife nicht wirklich sorgfältig gestopft, dann macht die Füllung keinen Spaß. Zu unregelmäßig brennt der Tabak in der Folge runter. Deswegen ist der Golden Cake von seiner Handhabung wohl eher nichts für Anfänger.


Beim Rauchen findet man eine milde Süße. Eine dezente Nussigkeit und ein kleines bisschen Zitrus gibt es dazu. Allerdings nur dann, wenn man den „Golden Cake“ ohne Filter raucht. Ansonsten ist die Bezeichnung „solide“ vielleicht genau der treffende Ausdruck für das, was der Pfeifenraucher hier erfährt. Keine Geschmacksexplosionen im positiven Sinn, kein besonders abwechslungsreiches Raucherlebnis. Einfach nur schlicht, für manche einfach nur das, was der Virginia-Freak liebt. Ich persönlich mag es hingegen etwas aufregender.

Zuletzt bleibt dann dunkelgraue Asche übrig und im Raum findet sich eine markante Note. Virginia eben. Zu Beginn war ich etwas euphorischer. Ohne Frage ein qualitativ hochwertiger Tabak, der mir im täglichen Gebrauch leider etwas zu viel Aufmerksamkeit abverlangt. Ich bin auf die anderen „Royal-Vintage“-Tabake gespannt.