Balvenie

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Montag, 21. Oktober 2013

Newminster - Straight Virginia #701

Ein Pfeifenkumpel aus den USA schrieb mich vor geraumer Zeit an und teilte, als Liebhaber naturnaher Tabake, mir mit, dass er ganz aktuell ein relativ „neues“ Kraut im Kocher habe. Dieser dürfte mir bestimmt auch schmecken und so bot er mir eine zünftige Probe vom „Straight Virginia #701“ aus dem Hause Newminster an. Relativ schnell bewältigte der Tabak seinen Weg über den großen Teich zu mir nach Hause.


Die Geruchsprobe, süßlich, eher Weiß- als Schwarzbrot, machte mich noch neugieriger. Das Schnittbild mit seinen weichen Fasern forderte mich heraus, mir eine Pfeife mit einem recht großen Kopf zu nehmen. So mancher amerikanischer Tabak kommt mir schon mal zu feucht vor, dieser hier befand sich jedoch im absolut richtigen, rauchfertigen Zustand. 


Selten bekommt man die Gelegenheit, eine frisch gefüllte Pfeife so leicht, vor allen Dingen gleichmäßig, zu entzünden. Im Geschmack ist der Tabak in der Folge süß, etwas nussig. Sehr angenehm und sehr wohl meine bevorzugte Richtung. Allerdings, das soll nicht verschwiegen werden: Mit zunehmender Rauchdauer fehlt es mir ein wenig an Würze, so ein kleiner Kick, der den Tabak gegenüber anderen heraus hebt und so etwas Besonderes draus macht. Und er muss unbedingt langsam geraucht werden. Ansonsten wird er bissig, und das kann sehr unangenehm sein. Im Ergebnis ein mehr als brauchbarer Virginia, den ich gerne wieder rauchen würde. Wenn er denn bei uns erhältlich wäre.