Balvenie

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Donnerstag, 1. November 2012

Timm (DTM) - No Name Gold

Es gibt Dan Pipe und es gibt Pfeifen-Timm? Ja, so ist es wohl, aber hinter beidem steckt die Dan Tobacco Manufactory (DTM). Im Tiefgeschoss der Ladenpassage an der „Mö“, der belebten Einkaufsmeile in Hamburg, genauer gesagt am Gerhard-Hauptmann-Platz 48d, dort findet man das Pfeifen-Timm-Geschäft. Nun ist es so, dass das Sortiment dort eher an den lokalen Kundenwünschen orientiert ist, die aller meisten Dan Pipe-Tabake findet man allerdings auch dort. Warum schreibe ich das jetzt? Dan Pipe bietet über seine Eigenmarken auch die TIMM- Sondermischungen an. Und das zu erstaunlichen Preisen! Ob sie immer fair sind, so wie auf der Website beschrieben, ist eine ganz andere Frage.

Es wird mir nie jemand nachvollziehbar und akzeptabel erklären können, warum ein Tabak ganz gut genießbar ist, nur weil er preisgünstig ist. Das kann es doch wohl nicht sein. Pfeife rauchen ist Genuss, und wenn es nicht schmeckt, dann ist es auch kein Genuss. Egal, wie wenig man dafür bezahlt!!! Ist es nicht so?? Dann nur her mit den Kommentaren.

Zurück zu den TIMM-Mischungen: Da gibt es eine ganze Menge, sogar ganze Serien. Eine von ihnen ist die „No Name“-Serie, jetzt bei mir wieder in der Pfeife der „No Name Gold“. Blättert man bei der „No Name“-Serie den Dan Pipe-Katalog (im aktuellem S. 85), dann findet man einen ganz entscheidenden Hinweis: „Die No Name-Produkte kommen einfachst verpackt und ohne Werbeaufwand in den Handel. Sie sind daher meist besonders preiswert. Es handelt sich um Mixturen, die bei DTM aus Lagerbeständen und Überschussmengen neu gemischt werden“. Und weiter: „Die Mischung kann variieren, man ist aber bemüht, die Geschmacksrichtung konstant zu halten“.


Ich habe als Liebhaber der naturnahen Mischungen schon einige Vorratspacks des „No Name Gold“ verraucht, und ich kann es vorweg nehmen: Trotz aller Variationen bin ich noch nie wirklich enttäuscht worden. Aber die heutige Beschreibung hier im Blog darf nicht verallgemeinert werden. Es ist dieses Mal eine Richtungsbeschreibung, mehr nicht.

Es handelt sich um einen Flake, nicht zu fest gepresst, der i.d.R. als ganzer Strang im Pack vorzufinden ist, kommt hin und wieder aber auch schon zerrupft in die heimische Bude. Ein Golden Virginia, mittelbraun mit hellen Einsprengseln. Er ist durch seine lockere Beschaffenheit sehr einfach in die Pfeife einzubringen. Der Geruch? Heuig!

Der „No Name Gold“ ist mild, dezent süßlich und mittelstark. Ich kann mich noch an Chargen erinnern, da war dieser Tabak sehr nussig in seinem Geschmack. Und manches Mal verspürte ich ein leichtes Honigaroma. Das ist jetzt hier aber nicht der Fall.

Aber eines kann ich wieder bestätigen: Der Tabak ist qualitativ wesentlich hochwertiger, als es der Preis erahnen lässt. An sich ein Schnäppchen für Liebhaber naturnaher Mischungen, ein Allday-Smoke, der sicherlich nicht immer besonders aufregend ist, aber durchaus seine Berechtigung in der heimischen Tabakbar hat.