Balvenie

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Mittwoch, 7. November 2012

Gerade noch mal gut gegangen!

Barack Obama ist zweiten Mal zum amerikanischen Präsidenten gewählt worden. Er hat sich durchgesetzt gegen einen ewig Gestrigen, einem Mann, der gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ist, der gegen das Recht auf Abtreibung ist und der Russland als geopolitischen Gegner Nr. 1 bezeichnet hat. Und Romney befürwortet einen militärischen Schlag gegen den Iran.

Was auf den ersten Blick so aussieht, als wenn die Amerikaner in großer Überzahl vernünftig sind, ist leider nur deren Wahlsystem geschuldet. Denn in Wirklichkeit hat Obama tatsächlich nur ca. 2 Millionen Stimmen mehr als Romney bekommen. 2008 waren es ca. 10 Millionen mehr als sein damaliger Konkurrent. Und das sollte jedem zu denken geben, der meint, dass die Amerikaner ein modernes und gebildetes Volk sind. Ich weiß nicht, ob diese vielen Romney-Wähler sich über die Tragweite ihrer abgegebenen Stimme wirklich bewusst sind. Ein Mann, der viele Obama-Anhänger als Abzocker bezeichnet, die keine Steuern zahlen. Ein Mann, der ohne nachzudenken gesagt hat, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist, der den Briten nicht zutraut, ein Großereignis wie die olympischen Spiele auszurichten, und der zuletzt fast ausnahmslos das Gegenteil von dem gepredigt hat, was mal seine ursprüngliche Meinung war.

Es steht mir wahrlich nicht zu, mir großartig Gedanken darüber zu machen, wen die Amerikaner wählen, wenn es um ihr eigenes Land geht, es ist ihre Innenpolitik. Aber ich glaube, die Welt hat noch mal Schwein gehabt, dass so ein inkompetenter Mensch nicht an die Macht gekommen ist. Ich danke Amerika für den gestrigen Tag.