Balvenie

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Freitag, 17. August 2012

McClelland - Beacon

Nach dem Öffnen dieser Dose erschlägt einen der berühmte Essig-Duft und ich gebe zu: Ich mag das. Ja, ich erwarte das sogar! Da lächelt mich ein dunkler Broken Flake an, ganz offensichtlich Virginia, und der leicht saure Perique wirkt auf mich betörend. Ein Problem bringen diese Amis im Vergleich zu den heimischen Produkten immer wieder mit sich: Das Kraut ist oftmals einfach zu feucht. Und vor allen Dingen: Mit etwas Luft, dem Ablüften, offenbaren die McClellands zu oft ungeahnte Nuanchen, sozusagen die Highlights stecken wirklich im Detail.

 
Das ist beim „Beacon“ nicht anders. Klar, das Zeug ist süß, schmeichelt am Gaumen ungemein. War mir der Perique nach dem direkten Öffnen der Dose noch zu direkt, so ist er nach ca. einer Woche geöffneter Dose ganz einfach ein Gedicht. Selbst dieser im Geruch festgestellte Lemon-Duft macht sich im Rauch beim schmauchen bemerkbar, und zusammen mit dem Perique harmonieren wirklich erstklassige Tabake.

Schnell wird klar, dass McClelland für einen Virginia-Liebhaber wieder ein großer Wurf gelungen ist. 2009 startete dieser Tabak für einen gewissen Bob Hamlin und seinem „Pipe Collectors Club of America“ und sollte ausschließlich dort zu beziehen sein. Doch dann entschied sich der Hersteller dazu, dieses Vorhaben abzubrechen und die McClelland-Fangemeinde mit einzubeziehen. Sehr gute Idee, wie ich finde.

Ein mittelgroßer Pfeifenkopf ist vollkommen ausreichend, hier kann sich das natürliche Aroma schön entfalten. Ein US-Amerikaner, durchaus mittel - kräftig, den man sowohl, als auch, also mit und ohne Filter, gleichermaßen genießen kann. Mittelgraue Asche, auch typisch, ein „natürlicher“ Raumduft, vielleicht etwas vom Perique dominiert. Viel mehr braucht man nicht zu sagen, Ein hochwertiges Produkt, bei dem es abermals jammerschade ist, dass man ihn nicht ohne weiteres in Deutschland bekommt. Unsere Freunde aus der Schweiz haben da etwas mehr Glück!