Balvenie

Balvenie

Samstag, 9. Juni 2012

Roman Peter - Wellington

Der „Wellington“ von Roman Peter besteht aus goldenem Virginia, Black Cavendish und etwas Burley. Ein Aromat, welcher mit einem Flavour von Vanille und Hickorynüssen angepriesen wird. Es dürfte nicht das größte Geheimnis eines Tabakblenders sein, dass man gerade in Hinblick auf ein Nussflavour die Dreingabe von Burley-Tabaken in Betracht zieht. Der Black Cavendish hingegen wird der künstliche Aromaträger sein. 

 
Öffnet man den Beutel sieht man im wesentlichen gerissenes Blattgut und ein angenehmer Duft tritt einem entgegen. Schnell wird klar, dass hier das Aroma mit Hirn und Verstand eingesetzt wurde. Es erschlägt einen nicht, sondern schon die Geruchsprobe lässt eine sich gegenseitig ergänzende Mixture erkennen. Ein bisschen echter Tabak, süßlich, und ein sanftes nussiges, auch an Schokolade erinnerndes Flavour. 

 
Ein größerer Kopf dürfte dem Genuss entgegen kommen, nicht zu fest stopfen, dann ist der „Wellington“ leicht in Gang zu setzen. Geradezu betörend schmiegt sich das Aroma an den Gaumen. Doch Vorsicht: Die Pfeife kann schnell heiß werden, wenn man zu schnell und kräftig zieht. In der zweiten Hälfte sollte man dies noch mehr beherzigen, weil der „Wellington“ auch etwas bissig werden kann.

Aber ansonsten steht einem richtig schönen Rauchgenuss nichts im Weg, vorausgesetzt man mag dieses Aroma. Mir gefällt es außer ordentlich gut, gerade weil diese Mischung nicht mit Aroma überladen ist. Die Raumnote ist im Übrigen eher angenehm, recht würzig und wohl duftend. Zurück bleibt mittelgraue Asche von einem leichten Tabak, den ich insbesondere am Morgen oder auch in den Nachmittagsstunden zu einer Tasse Kaffee gerne rauche.