Balvenie

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Montag, 28. Mai 2012

Peter Heinrichs - Chateau Henri #13

Unser Freund PH hat bekanntlich in Köln und in Bergheim-Niederaußem eine stattliche Anzahl an Hausmischungen vorrätig. Der Name „Chateau Henri“ vermittelt einen außerordentlichen feinen Eindruck, die Zahl „13“ ist eine Primzahl. 

 
Macht man die Büchse auf, dann entdeckt man einen recht dunklen gerissenen Tabak und findet dazwischen zahlreiche kleine Curleys. Es handelt sich um Black Cavendish und hellere Virginia-Tabake. Der Duft ist tabakecht, mit etwas Ausdauer und Liebe zum Detail ahnt man ein dezentes Fruchtaroma. 

 
Beim Stopfen sollte man etwas Obacht geben. Die Vermischung des loseren Tabaks mit den Curleys sollte mit etwas Leidenschaft vonstattengehen um im Anschluss eine gleichmäßig brennende Pfeifenfüllung in der Hand zu halten. Beim Entzünden wird einem Naturburschen schnell klar, dass hier aromatisiert wurde. Keineswegs unangenehm, definitiv keine Fruchtbombe, aber süß, deutlich über die Natursüße eines Virginias hinaus gehend.
 
Derr „Chateau #13“ ist mittelkräftig und bringt ein gutmütiges Verhalten mit sich. Er darf durchaus zwischendurch mal ausgehen und verliert sein Aroma nicht. Er schmeckt sehr tabakecht, kräftig und etwas erdig, und setzt sein hinzu gefügtes Flavour gekonnt ein. Diese Mischung hat ihren eigenen Charakter. Kein Tabak von der Stange, sondern ein Original. Das macht ihn liebenswert, wenn man denn auf dieses Flavour kann. Wer das nicht mag, dem verdirbt die #13 den Abend. Ich rate zum ausprobieren.