Balvenie

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Mittwoch, 30. Mai 2012

DTM - St. Bernard Flake

Ich glaube, dass sich viele deutsche Pfeifenraucher gar nicht darüber bewusst sind, dass wir im eigenen Land wirklich mit einer Tabakvielfalt gesegnet sind, um die uns andere beneiden. Und mit Dan Tobacco (DTM) haben wir in Lauenburg im Norden der Bundesrepublik eine Tabakmanufaktur, die einen internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Insbesondere die verarbeiteten Tabake entsprechen höchsten Qualitätsansprüchen, selbst die Hocharomaten aus diesem Haus verwandeln sich selten, anders als bei anderen renommierten Herstellern, in sog Rauchpappen. 

 
Da ist es nur zu logisch, dass DTM auch für die Virginia-Fans einiges zu bieten hat. In meinen Augen eine Glückseligkeit ist dabei vor allen Dingen der „St. Bernard“, ein Flake, der zum einen zwar aromatisiert scheint, zum anderen aber durch die Dreingabe von Perique so dermaßen positiv aufgemotzt wurde, dass dem Genießer ein Geschmackserlebnis von aller höchster Güte geboten wird. Herrliche dunkle Tabakscheiben versprühen schon beim Öffnen der Dose einen dezent fruchtigen, aber dennoch tabakechten Geruch. Das erinnert mich an Feigen, hinzu kommen die natürlichen und typischen, qualitativ hochwertigen Virginiaaromen und, vermutlich durch den Perique, meine ich eine leckere Würze festzustellen. 

 
In seiner Handhabung beim Stopfen ist dieser Tabak ein Kinderspiel, das Anzünden sollte für niemanden ein Problem darstellen. Und richtig, sofort zeigt sich der „St. Bernard“ als Zungenschmeichler. Vollmundig und abgerundet bietet er eine leichte fruchtige Note an, gepaart mit einem nicht zu süßen, dennoch lieblichen Virginia-Geschmack. Ich denke schon, dass ordentlich Nikotin vorhanden ist, was aber auch durch den Perique verursacht werden könnte. Ich bin kein besonders großer Perique-Fan, weil er nach meinem Geschmack zumeist rotzfrech daher kommt und für mich oftmals zu dominant wirkt. Aber genau das ist hier nicht der Fall. Hier stimmt das Mischungsverhältnis bis aufs berühmte sog. I-Tüpfelchen.

Das fruchtige Aroma schwindet mit fortschreitender Rauchdauer immer mehr, was bleibt sind die ehrlichen Tabaknuancen, die man für gewöhnlich als Freund der eher naturnahen Tabakrichtung bevorzugt. Ein bisschen Obacht und Sorgfalt sollte man beim Rauchtempo schon walten lassen, damit man sich nicht um die Geschmacksvielfalt dieses wunderbaren Flakes bringt. Zurück bleibt, vorzugsweise in einem kleinen bis mittelgroßen Pfeifenkopf, graue Asche, und im Raum hinterlässt der „St. Bernard“ zwar einen deutlichen, aber nicht unangenehmen Geruch. Prädikat: Sehr wertvoll, vor allen Dingen in den Sommermonaten!