Balvenie

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Samstag, 3. März 2012

DTM - Gold of Mysore

Was liegt näher, als hochwertige und süße Virginia-Tabake mit einem Flavour zu versehen und so eine Brücke zu den Freunden hoch aromatischer Tabake zu bauen? Der Weg führt auch wieder zurück und es funktioniert. Mit dem „Gold of Mysore“ kann man mir immer noch die Hand reichen, ich nehme das Freundschaftsangebot gerne an. Die Vanille dürfte das  häufigste verwendete Aroma sein, aber dementsprechend viele üble Mischungen finden sich auch auf dem Markt. 

 
Der „Gold of Mysore“ punktet bei mir schon als erstes, da es sich ausschließlich um Virginia-Tabake handelt. Nix Black Cavendish, der, obwohl so häufig verwendet, die Gefahr einer Rauchpappe in sich birgt. Zugegeben, mit einem guten Händchen und viel Sachverstand sind da schon ganz tolle Mischungen entstanden, gerade das Haus DTM hat dies schon oft bewiesen. Das Tabakbild des „Gold of Mysore“ ist eine Augenweide. Dieser helle bis mittelbraune Ready Rubbed besticht, der Duft aus der Dose erledigt das übrige. Das Ganze erinnert auch an den „Sweet Vanilla Honeydew“ aus selbigem Hause, der allerdings, so meine Ahnung, in Sachen Aromatisierung noch eine Schippe drauf legt und deswegen bei mir persönlich nicht ganz so gut ankommt. 

 
Die Handhabung ist denkbar einfach. Nichts ist leichter, als eine Pfeife mit einem möglichst großen Kopf zu stopfen und den Tabak zum Glimmen zu bringen. In einer kleinen Pfeife macht der „Gold of Mysore“ keinen Sinn. Die Aromen sind sehr stimmig, sie entfalten sich bei etwas Platz hervorragend. Die Vanille harmoniert mit der natürlichen Süße des Virginias. Im Raum entfaltet sich ein herrlicher Duft. Dieser Tabak raucht sich auch nicht schnell heiß, er verzeiht allerhand, was bei naturnahen Virginias schon mal in die Hose gehen kann.

Von seiner Stärke her ist der „Gold of Mysore“ nicht herausfordernd, ein Tabak, mit dem man den Tag beginnen kann und/oder der zu einer guten Tasse Kaffee eine ideale Begleitung gibt. Zur späteren Stunde hat er bei mir keine Chance mehr. Ich bin gegenüber Hocharomaten stets sehr skeptisch, aber der „Gold of Mysore“ überzeugt mich auf der ganzen Linie. Eine Dose zu 100 g/Jahr genieße ich absolut, mehr muss es aber auch nicht sein.  Eine Empfehlung, absolut hochwertig und qualitativ überzeugend.