Balvenie

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Mittwoch, 4. November 2009

Schlechtes STATUS QUO-Konzert

Zu aller erst muss ich mal etwas Frust abladen. Am vergangenen Freitagabend war ich in Stuttgart bei einem STATUS QUO-Konzert. Nun ja, ich habe diese Band bereits unzählige Male live erlebt und immer ging die Musik in die Beine. Selbst in großen Arenen dauert es unter normalen Umständen maximal eine halbe Stunde, bis selbst auf den Rängen niemand mehr sitzt, sondern alles mit rockt. Dafür stehen STATUS QUO seit über 40 Jahren. 
 
An diesem Abend spielten nebenan von der Porsche-Arena (übrigens nach wie vor eine tolle Konzerthalle) die Söhne Mannheims und ich gehe davon aus, dass bei einer Parkgebühr von € 5,- sich so mancher am Ort finanziell gut ausgestattet hat. Spielt an sich auch keine Rolle mehr, wenn man über € 50,- für ein Konzertticket berappt hat. Ich gebe es zu: Ich wollte es dieses Mal etwas gemütlicher und habe deswegen auch einen Sitzplatz auf den Rängen gekauft.

Nach dem die Urgesteine von KANSAS ihren Support beendet hatten (ich fand sie, wie offensichtlich ein großer Teil der Besucher auch, recht gut), fragte ich mich, ob es eine Band wie STATUS QUO eigentlich noch nötig hat, dass der Support-Act so einen schlechten Sound fahren muss. So war eine ansprechende musikalische Leistung nur schlecht zu genießen.
 
Nach 45 Minuten Spielzeit gingen KANSAS ohne eine Zugabe von der Bühne und nach weiteren 30 Minuten kamen STATUS QUO. Und nun mein Ärger: Da stand rechts und links von der Bühne die tollste Technik, da hingen Boxen von der Decke, aus der Ferne konnte ich das feinste und professionellste Digitalmischpult erkennen, und doch war soundtechnisch eigentlich nur das vom Band abgespielte Intro wirklich zu genießen. Alles andere, nämlich die Band, war nur laut. Auch nach 60 Minuten Spielzeit konnte man nicht hören, ob der Schlagzeuger nun mit spielt oder nicht (okay, die Bassdrum wummerte). Die Gitarre von Francis Rossi kam fast doppelt so laut beim Hörer an wie das Pendant Rick Parfitt. Es war einfach entsetzlich. Und als sich von den Rängen die ersten enttäuschten Besucher nach gut 2/3 der Show aus der Halle schlichen, machte auch ich mich auf die ca. 200 km Rückfahrt.

Nun habe ich im STATUS QUO-Forum gelesen, dass dort alle mit dem Gig in Stuttgart zufrieden waren, auch mit dem Sound. Und es mag durchaus sein, dass es vor der Bühne geklungen hat, aber wenn der Soundmann nicht in der Lage ist, wenigstens im Ansatz auch die Ränge ordentlich zu beschallen, dann sollte man ihm entweder nicht den Job geben oder man sollte die Plätze nicht für teures Geld verkaufen. Die Band kann nichts dafür, aber der örtliche Veranstalter sollte zukünftig etwas mehr Sorgfalt walten lassen. Bei den heutigen Preisen ist so etwas sehr ärgerlich und ich war zum ersten Mal nach einem STATUS QUO-Gig maßlos enttäuscht und auch verärgert.

Freitag, 06.11.10, 21.30 Uhr ROSALIE zusammen mit JANE im Ducsaal in Freudenburg!