Balvenie

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Donnerstag, 7. Mai 2009

Musiker - Quo Vadis? + Ein bisschen für die Voices

Ich höre heute Joe Lynn Turners neue Scheibe „House of Dreams“ unter dem Banner SUNSTORM. Die Scheibe ist wirklich nicht schlecht, natürlich sehr melodiös. Dennis Ward von PINK CREAM 69 spielt die Bass-Gitarre. Ich habe gelesen, dass die Musiker, wie es wohl inzwischen öfter Usus ist, ihre Instrumente alleine ohne JLT eingespielt haben und dass der “Held am Mikro” jenseits des großen Teiches sein Ding alleine gemacht hat. Da tun sich Abgründe auf, die die Musikindustrie möglicherweise noch weiter beuteln werden. Warum? 


Jeder Mucker möchte möglichst auf vielen Releases zu finden sein. Geht alles ganz schnell, per Email werden Soundfiles ausgetauscht und am eigenen Rechner ergänzt, verbessert usw. Das alles innerhalb kürzester Zeit. Die Labels investieren kein Geld mehr, sie schicken keine Musiker mehr ins Studio. Fragen über Fragen:

1. Wo ist die Seele, die früher die Musiker in ihre Alben gelegt haben?
2. Kann Musik auf Grund der Vielzahl von Veröffentlichungen zur Wegwurfware werden?
3. Handelt es sich wirklich noch in den aller meisten Fällen um Kunst?
4. Wer soll die ganzen Alben bezahlen?
5. Wird genau deswegen so viel und illegal „gedownloaded“? 
 
Weil bei vielen Veröffentlichungen innerhalb kurzer Zeit eben auch viel Müll dabei ist?
Die Technik macht alles möglich. Die Einführung der CD hat den Sound nicht in allen Fällen verbessert, aber die Kunst des Cover-Artworks wurde in den Abgrund gestoßen. Und nun springen die Musiker mit ihrem Drang und der eigenen Veröffentlichungswut selbst in den Abgrund. Da machen so viele mit, dass es der Musikindustrie immer schlechter gehen wird, und zunehmend sind die Musiker auch noch selbst daran beteiligt. 
 
Es gilt nach wie vor: „Willst Du etwas gelten, mach dich selten!!!“ Das gilt auch für JLT, Steven Wilson und wie sie alle heißen.

Axel Grube hat mir erzählt, dass er gerne bei den FAKE DOLLS einsteigen möchte. Die werden wohl zukünftig, wie er sagte, mit zwei Gitarreros arbeiten und eine erste Probe verlief wohl sehr viel versprechend. 
 
Shunny Körber war am vergangenen Dienstag da und wir haben eine seiner Nummern mit dem Titel „Changes“ gespielt. Noch ein paar Haken und Ösen, aber die sind flott in den Griff zu bekommen. Könnte grooven. Ansonsten haben wir einen weiteren und „bekloppten“ Musiker kennen gelernt. Die Mucker sind wie sie sind! Das macht sie liebenswert.

Die SAXON-Jungs 20.000ft mit Oli Suhl und Ralph Overwien können endlich ihren eigenen Proberaum beziehen. Wird Zeit, da stagniert auch alles, nicht zuletzt, weil ROSALIE das Proben der Jungs bei uns untersagt hatte. Aber da gab es ganz andere Gründe.
Markus wird zur Einstellung seiner Vocals ein SPL Channel One ausprobieren. Ich bin gespannt!