Balvenie

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Mittwoch, 4. März 2009

Ein bisschen SOUL MOVER und Schluss mit Home of Rock!

Am Ende der letzten Probe hat es im ROSALIE-Lager kräftig gestaubt. Ich musste auf meine unnachahmlich charmante Art und Weise mal Luft ablassen. Fazit: Ein Gitarrero und ich werden gemeinsam zum Essen gehen und die letzten Körner vertreiben. That’s life!!!

Die Jungs von 20.000ft werden nicht mehr bei uns im Raum proben. Zu viel Unruhe innerhalb der eigenen Band, nicht mehr zu handhaben. Aber es wird anderweitigen Platz in den heiligen Hallen geben, so dass alle schließlich davon profitieren. Gut so!

Shunny“ Körber und ich haben Kontakt miteinander aufgenommen. Ein hörbar ausgebuffter Gitarrist aus München. Er möchte sein Blues-Rock-Soul-Trio SOULMOVER wieder an den Start bringen und fragt, ob ich die Bassparts übernehmen kann. Er hat mir sein selbst geschriebenes Material geschickt. Hört sich interessant an. Aber natürlich sind die Tracks für mich vollkommen neu, eine unbekannte Setlist, die erst einmal aufgearbeitet werden muss. Wir haben uns telefonisch darauf geeinigt, dass ich mich auf 5 – 8 Songs aus seinem Repertoire vorbereite und wir uns dann treffen, um die Stücke gemeinsam zu spielen. Dann wird man sehen und hören, ob Spirit und Groove in seiner Musik stimmen. Die ganze Chose sollte wirklich zünden und am Ende muss ein brauchbares Album stehen, sonst kann die Arbeit zu viel sein und es lohnt nicht...

Meine Aktivitäten im Internet nerven mich zusehends. Ich werde mein Forum schließen oder besser abgeben. Ich hoffe sehr, dass die beiden Goldstücke Jamina und Michelle den Laden übernehmen werden. So wird sich für die User nichts ändern. Mein Gitarrenforum werde ich voraussichtlich an Haro übergeben. Der Mann ist gewissenhaft und gut, so dass auch dort einer erfolgreichen Weiterführung nichts im Wege steht.

Und schließlich:
Ich werde aufhören, als Redakteur in einem Online-Magazin zu arbeiten. Vorbei ist leider die Zeit, dass man von den Labels und Promotern mit anständigem Promo-Material versorgt wird. Inzwischen ist es usus, dass man sich als Redakteur in sog. IPOOLS anmelden muss und sich die neuen Veröffentlichungen herunterladen kann. Zugegeben, damit entfallen die lästigen VoiceOvers, die bis dato, leider Gottes wegen verbotener Uploads im Netz, teilweise vorhanden waren, aber so eine gerechte Beurteilung der Musik unmöglich machten. Und der Sound ist auch gut. Das Problem liegt nunmehr in der Organisation des Magazins selbst. Wer bitte schön soll sich die ganzen Alben runter laden, sich dann einen Redakteur suchen, der die Scheibe besprechen möchte und sich zuletzt die ganze Arbeit machen, die Alben auf einen  Server zu laden, damit der Schreiberling ungestörten Zugriff darauf hat? Was für ein Quatsch und mit mir nicht zu machen. Ganz ehrlich, ich brauche keine weiteren Staubfänger mehr in meinen 4 Wänden und die 1 – 2 Alben/Monat, die mir gefallen, kann ich mir auch kaufen. So vertreiben die Verantwortlichen ehrgeizige Schreiber, die ohne jeglichen Lohn und nur aus Freude an der Musik sich bisher die Arbeit gemacht und Artikel geschrieben haben. Darüber hinaus bin ich es endgültig satt, auf Mailinglisten täglich ca. 100 Emails zu lesen, nur um festzustellen, dass 90 davon nicht für mich sind. Wenn jemand diese Zeit noch hat, dann ist er nicht ausgelastet. Frust? Würde ich gar nicht mal so sehr als solchen bezeichnen, aber es ist schon unglaublich, wie schnell man eine Geisel von vollkommen schwachsinnigen Abläufen wird oder werden kann!